Frühe Produkte von James Dyson
James Dysons erstes Produkt, der 'Sea Truck', wurde bereits 1970 produziert. Damals studierte James Dyson noch am Royal College of Art. Einige Jahre später entwickelte er den preisgekrönten 'Ballbarrow', eine Schubkarre, die aufgrund ihres "ballförmigen" Rades nicht mehr im Boden einsinken kann. Es folgten das 'Wheelboat', ein Amphibienfahrzeug, und der 'Trolleyball', ein Bootstrailer, der ebenfalls "ballförmige" Räder aufweist.
Eine neue Idee
1978, beim Staubsaugen in seinem Wohnhaus, ärgerte sich James Dyson darüber, dass sein Staubsauger an Saugkraft verliert. Er wollte wissen, warum und befasste sich intensiv mit der Funktion des Staubbeutels. Dabei fand er heraus, dass die feinen Poren des Beutels die Aufgabe haben, den Staub im Beutel zu halten und die angesaugte Luft durchzulassen. Der Staub verstopft jedoch die Poren und ein ungehindertes Durchströmen der Luft ist dadurch nicht mehr gewährleistet. Wenn der Luftstrom aber blockiert ist, lässt die Saugkraft des Staubsaugers stark nach. Also entschloss sich James Dyson, einen Staubsauger zu entwickeln, der besser funktioniert. Nach 5 Jahren Entwicklungsarbeit und 5 127 Prototypen war er schliesslich da: Der erste beutellose Staubsauger von Dyson.
Der 2000 US$ Staubsauger
Erstaunlich, aber wahr: James Dysons erster beutelloser Staubsauger wurde in Japan, der Heimat von High-Tech-Produkten, verkauft. Der 'G-Force' gewann 1991 den japanischen "International Design Fair Prize". Die Japaner waren von seiner Leistung so beeindruckt, dass der 'G-Force' zu einem Statussymbol avancierte mit einem Verkaufspreis von 2.000 US$ pro Stück !
Der erste Dyson
James Dyson benutzte die Lizenzeinnahmen aus Japan, um in Grossbritannien unter eigenem Namen ein neues Modell zu produzieren. 1993 eröffnete er sein Forschungszentrum mit Fabrik in Wiltshire, nicht weit von seinem Haus. Dyson entwickelte einen Dual Cyclone™ Staubsauger, der kleinste Staubpartikel - so winzig wie Zigarettenrauch - aufsaugen kann. Das Ergebnis war der DC01, der erste in einer Serie von Staubsaugern, die immer mit konstanter Saugkraft arbeiten.
Dyson Dual Cyclone™ Technologie
Die Dyson Dual Cyclone™ Technologie ist der erste Durchbruch in der Staubsaugertechnologie seit der Erfindung des Staubsaugers im Jahre 1901.
Der traditionelle Staubbeutel wurde durch zwei Zyklonkammern ersetzt, die nicht verstopfen können. Der äussere Zyklon wirbelt groben Schmutz aus der Luft, der innere Zyklon beschleunigt die Luft noch stärker, damit auch feinste Staubpartikel aus der Luft geschleudert werden.
Aufgrund der überragenden, einzigartigen Technologie wurden Dyson Staubsauger in kürzester Zeit zum Marktführer in Grossbritannien.
Root Cyclone™ Technologie
Die Wissenschaftler und Ingenieure von Dyson machten es sich zur Aufgabe, einen Staubsauger mit noch höherer konstanter Saugkraft zu entwickeln. Sie entdeckten, dass ein Zyklon mit kleinerem Durchmesser eine noch stärkere Zentrifugalkraft erzeugt, und nutzten dieses Prinzip für die Entwicklung eines völlig neuartigen Zyklonensystems: Dabei wird die Luft durch einen grossen Zyklon geleitet und dann auf mehrere kleinere Zyklone gleichzeitig verteilt - daher der Name Root Cyclone™. Ergebnis dieser bahnbrechenden Technologie ist eine signifikant höhere konstante Saugkraft und damit eine erheblich verbesserte Staubaufnahme.
Der nächste Schritt
"Ich mag Deine Staubsauger, aber wann wirst Du einen erfinden, den man nicht mehr schieben muss?" Diese beiläufige Bemerkung war der Auslöser für die Entwicklung des Dyson DCO6 Roboter-Staubsaugers, der nicht nur gründlich reinigt sondern dies auch selbständig und systematischer tut als ein Mensch. Es wurden 3 Bordcomputer, 50 Sensor-Applikationen und 60.000 Entwicklungsstunden benötigt, um effizientes, methodisches Staubsaugen mit dem Dyson Dual Cyclone™ DCO6 zu verwirklichen.
Die Dyson Waschmaschine
Dyson Ingenieure beschäftigen sich permanent mit den unterschiedlichsten Produkten. Eines dieser Produkte waren Waschmaschinen. Dabei machten die Ingenieure eine überraschende Entdeckung: Durch das Waschen von Hand liessen sich bessere Waschergebnisse erzielen als in Waschmaschinen mit einer Trommel. Bei einer Handwäsche werden die Wäschestücke ständig bewegt und der Schmutz kann so rasch und effektiv entfernt werden. Mit den Bewegungsabläufen der Handwäsche als Vorbild, konstruierten die Dyson Ingenieure dann eine Waschmaschine mit zwei Trommeln, die gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen rotieren. Im Jahr 2000 wurde der Dyson Contrarotator auf dem britischen Markt eingeführt: Die erste Waschmaschine mit zwei entgegengesetzt rotierenden Trommeln. Da der Contrarotator Schmutz effektiver entfernt, kann er Wäsche sauberer, rascher und in grösseren Mengen waschen.
Die Patentfrage
Aufgrund der hohen Patent- und Gerichtskosten hätte der Dyson Dual Cyclone™ Staubsauger beinahe nicht produziert werden können. Im Gegensatz zu einem Songwriter, dem das Lied gehört, das er schreibt, muss ein Erfinder für die Erneuerung seiner Patente eine erhebliche Gebühr bezahlen. Während der Entwicklungsjahre, als James Dyson kein sonstiges Einkommen hatte, hätten diese Gebühren ihn finanziell fast ruiniert. Er ging damit ein hohes Risiko ein, aber es zahlte sich aus. 1999 versuchte Hoover, den Dyson Staubsauger zu kopieren und James Dyson sah sich gezwungen, seine Erfindung vor Gericht zu schützen. Nach 18 Monaten gewann Dyson schliesslich den Prozess wegen Patentverletzung gegen Hoover.
Ungewöhnliche Lageristen
Wenn man bedenkt, dass James Dyson 14 Jahre benötigte, bis sein Staubsauger unter seinem Namen verkauft werden konnte, ist es erfreulich, dass seine Produkte mittlerweile in 47 Ländern weltweit angeboten werden. Ungewöhnliche "Lageristen" sind viele Museen, in denen Dyson Staubsauger ausgestellt werden. Unter anderem befinden sich Exponate im
- Victoria & Albert Museum, London
- San Francisco Museum of Modern Art
- Museum für Angewandte Kunst, Köln
- Zürich Design Museum
- Centre Georges Pompidou, Paris
- Design Museum in Lissabon
- Powerhouse Museum, Sydney
Sauberes Zuhause, saubere Hände
Wenn Sie erfahren, wie andere Händetrockner funktionieren, werden Sie wahrscheinlich nie wieder einen benutzen wollen: schmutzige Waschraumluft wird angesaugt, erwärmt und dann auf Ihre sauberen Hände geblasen. Abgesehen davon, dass dies unhygienisch ist, dauert es viel zu lange, bis die Hände trocken sind, und es wird dabei auch viel Energie verbraucht.
Ingenieure und Wissenschaftler von Dyson haben 3 Jahre daran gearbeitet, einen völlig neuartigen Händetrockner zu entwickeln. Der Dyson Airblade™ Händetrockner bläst saubere, nicht erwärmte Luft mit hoher Geschwindigkeit (ca. 640 km/h) aus einem schmalen Schlitz und trocknet so auf hygienische Weise die Hände in nur 10 Sekunden. Er verbraucht bis zu 80 % weniger Energie als Warmluft-Händetrockner. Das ist gut für die Umwelt. Ein weiteres Problem ist gelöst.


